Sellin Seebruecke
Vom Fischerdorf zum Ostseebad (ca. 2.500 Ew.), eine Entwicklung wie viele andere Seebäder auch. Die Ostsee, der weiße, feinsandige Strand, der Granitzwald und der Selliner See sind gute Gründe dafür. In der Wilhelmstraße wurden viele Hotels und Pensionen wieder neu hergerichtet, natürlich im Stil der Bäderarchitektur. Die Seebrücke mit Restaurant und Anlegestelle für Ausflugsschiffe ist das Wahrzeichen von Sellin. Das staatlich anerkannte Seebad verfügt über ein großes Angebot an Gaststätten, Geschäften und ein Spaßbad. Der Besucher kann sich entscheiden zwischen den neu erbauten Ferienwohnungen im Seepark Sellin, den kleinen individuellen Pensionen oder dem fünf Sterne "Cliff-Hotel". In Sellin gibt es ebenfalls einen Bahnhof der Schmalspurbahn. Hier kann man nicht nur Fahrkarten für die Kleinbahn "Rasender Roland" kaufen, sondern auch noch hervorragend essen.


Unser Restaurant Tipp

- Skipper Sellin regionale Fischküche mit maritimem Flair
- Ferienhäuser in Sellin - ein Angebot der Baltischen Residenzen auf Rügen

Bilder vom Ostseebad Sellin:


Seebruecke Sellin
Seebruecke Sellin
Selliner Ostseestrand
Selliner Ostseestrand
Suedblick Sellin
Suedblick Sellin
Wilhelmstrasse Sellin
Wilhelmstrasse Sellin

Rügen von A bis Z: Mönchgut, Halbinsel

1252 erhielten die Zisterzienser-Mönche des Klosters Eldena bei Greifswald das "Land Reddevitz", den nördlichen Teil der Halbinsel, zum Lehen vom Rügenfürsten. Dieser Klosterbesitz wurde in einer Urkunde um 1295 "dat Mönke Guedt" (heute Mönchgut) genannt. Im Jahre 1360 konnte das Kloster durch Kauf auch den südlichen Teil (Insula Zicker) der Halbinsel erwerben. Damit waren der "Mönche Gut" komplett. Der Mönchgraben in Baabe war die "Grenze zu Rügen", die Halbinsel entwickelte ihr Eigenleben.
Die Mönche errichteten an der schmalsten Stelle des einzigen Landzuganges einen Befestigungswall, den etwa 1,5 km langen Mönchgraben am Nordausgang von Baabe. Dieser Graben bildete nach dem Willen der eldenaischen Äbte die Scheidelinie zwischen geistlichen und profanen (unheiligen) Boden. Die Abgrenzung war ein wichtiger, wenn auch nicht alleiniger Grund dafür, dass sich auf Mönchgut Sitten und Gebräuche der Menschen bis in unser Jahrhundert hinein erhielten.
Die Mönche holten im 14. Jh. niedersächsische Bauern ins Land. Es entstanden die Hagendörfer Kleinhagen, Philippshagen und Middelhagen. Abgaben der Bauern und die Produkte des Klosterhofes im einstigen Hagen (heute Middelhagen) gelangten von hier aus per Schiff über den Greifswalder Bodden nach Eldena. Eine strenge Abschließung des Klosterbesitzers setzte ein. Der Verkehr der Mönchguter mit den Bewohnern Rügens und des pommerschen Festlandes sollte möglichst vollständig unterbunden werden. So wurde z.B. fremden Handwerkern und Dienstleuten der Zutritt untersagt. Auf diese Weise entstand hier über einen relativ langen Zeitraum ein kleiner Klosterstaat, der nach eigenen Gesetzen regiert wurde. Mit der Reformation um 1535 fällt Mönchgut an das pommersche Herzogshaus. Trotzdem bleibt die Abgeschlossenheit der Halbinsel erhalten, diese endet erst mit der Entstehung der Seebäder auf Rügen.
In den Mönchguter Museen, insbesondere im Heimatmuseum Göhren, erfährt man viel Wissenswertes und Interessantes aus der Geschichte der Halbinsel und seiner Bewohner.

Quelle: www.Ruegenwissen.de - Das Texte-Archiv der Insel Rügen.